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Firmenevent, ein 3.500 Euro Auftrag mit nur 3 Stunden „on location.“ Blitzen ist nicht erwünscht, denn nichts soll vom eigentlichen Ereignis ablenken. Der Vorsitzende der Geschäftsführung tritt ans Rednerpult. Wenn ich jetzt einen Fehler mache war‘s das mit der wichtigen Geschäftsbeziehung und zwar für immer. Ohne high ISO und einem super Autofokus würden mir solche Aufträge schlaflose Nächte bereiten. Ich schlafe gut, ich habe eine Nikon D5! Das teure Schwergewicht ist gemacht für die Sport, Reportage und Eventfotografie, sie leistet zudem in den allermeisten Aufnahmesituationen Überdurchschnittliches. Mit 153 Autofokus Messfeldern und 99 Kreuzsensoren sowie einem extrem schnellen Autofokus trägt der Fotograf nun endgültig allein die Schuld, wenn der Fokus nicht sitzt, auch bei schwierigen Bedingungen. Was leistet der Sensor? 20,8 Megapixel und gute Kantenschärfe auch bei höheren ISO Werten. Bis 6400 bleibt die Bildqualität noch sehr gut nutzbar, wenn auch mit etwas vermindertem Dynamikumfang. Diese Bilder lassen sich ohne Weiteres in der Postproduktion entrauschen und schärfen! Selbst bei ISO 12.800 bricht die Bildqualität noch nicht dramatisch ein. Ein Lightroom oder Photoshop-Künstler kann hier mit etwas Aufwand noch was retten. In der Reportage-Fotografie sind die Bilder noch brauchbar und selbst Bilder mit deutlich höheren ISO-Werten sind natürlich immer noch besser als nichts. Trotzdem frage ich mich, warum müssen wir Fotografen für solche ISO-Werte ein so hohes Gewicht schleppen… Denn auch die D750 macht selbst bei ISO 25.600 noch ähnlich passable Bilder. Die Nikon D5 schießt 12 Bilder bei kontinuierlichem AF, der Spiegel klappt dabei wieder runter und man kann im Sucher die Bilder verfolgen – mit dieser Serienbildgeschwindigkeit entgeht Dir nichts. Bei 14 Bilder wird der Spiegel hochgeklappt, der Fokus gespeichert und der Fotograf ist quasi blind. HDR-Belichtungsreihen lassen sich selbst bei 12 Bildern pro Sekunde problemlos aus Hand schießen. Dank XQD-Speicherkarten schießt die D5 ca. 190 RAW-Bilder in Folge mit 12 Bildern pro Sekunde. Neben hohen Transferraten, die aber oft auch schon von SD-Karten erreicht werden, ist der Vorteil der XQD-Karten das Metallgehäuse sowie die geschützten Kontakte und die Nutzung des PCI- Express-Bus. Zurück zum Sensor. Seine Vorteile kann der Sensor nicht immer ausspielen: Er hat hohe Dynamic-Range, gute Kantenschärfe im hohen und mittleren Helligkeitsbereich, aber starkes rauschen bei angehobener starker Unterbelichtung. Das können andere Sensoren deutlich besser. Mit rund 21 Megapixeln kommt die Kamera nicht nur für die Reportage-Fotografie in Frage. Bei 20,8 Megapixel hat ein Bild mit einer langen Seite von 90 cm immer noch rund 150 dpi. Das ist für die meisten Aufträge mehr als ausreichend. Für den Profi oftmals am wichtigsten ist die Bedienung und die Ausstattung: Eingebauter Kameragriff mit voller Hochformat-Usability, also die zentralen Bedienelemente sind doppelt angebracht. 3,2 Zoll großes Display mit Touch und einer Auflösung von 2,3 Millionen Bildpunkten USB 3.0 und LAN. Lange Akkulaufzeit wegen effektiver Energiesparfunktionen und einem 27-Wh-Akku. Lediglich der Live-View-Modus frisst ordentlich Energie. Die Ladestation nimmt sogar zwei Akkus auf, die sich parallel laden lassen. Das ist perfekt, allerdings ist das Ladegerät entsprechend groß und belastet das Reisegepäck. Toller Sucher mit eigenem Okularverschluss, um störendes Streulicht bei Arbeit mit Stativ zu vermeiden. Endlich nicht mehr nach der Abdeckung suchen. Funktionsknöpfe lassen sich über etliche bei Dunkelheit beleuchtete Buttons und Funktionsschalter direkt ansteuern. Hinzu kommen 3 eigentlich 4 individuell belegbare Funktionsknöpfe, denn die Abblendtaste lässt sich ebenfalls individuell belegen. Zwei Status-Displays sind nützlich, weil sie dem Fotografen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen. Bei einer hohen Kameraposition auf dem Stativ muss man trotzdem auf die Leiter, um die wichtigen Infos auf dem oberen Display abzulesen, wenn man dazu nicht den Sucher nutzen möchte oder kann. WLAN kann die D5 allerdings angesichts des alle Funkwellen abschirmenden Metallgehäuses nur mit optionalem Zubehör. Auch fehlt ein eingebauter Blitz. Nein, falsch hier kannst Du einfach ISO hochziehen und bekommst definitiv bessere Bilder als mit eingebautem Blitzen. Wer von der D4 oder der D800/810 kommt muss sich umstellen, denn die ISO-Taste ist nun nach oben neben den Auslöser gewandert und die Mode Taste findet Ihr nun auf der Kameraoberseite links vom Sucher. Dort lassen sich die Belichtungsfunktionen, Bracketing sowie die Belichtungsmessmethode über eigene Funktionstasten einstellen. Insgesamt wurde das Bedienkonzept deutlich verbessert. Die mit dem Zeigefinger zu bedienende ISO-Taste in Kombination mit dem Einstellrad für den Daumen erleichtert die Einstellung erheblich! Insgesamt solltet Ihr die Einarbeitungszeit nicht unterschätzen. Ich empfehle einige TFP-Shootings mit der Kamera zu absolvieren, denn schnell fühlt man sich angesichts des Funktionsumfangs verloren. Extrem vielfältig sind die vielen Individualfunktionen. Es überrascht nicht, die D5 verzichtet als Profikamera auf eine Vollautomatik und natürlich auch auf Motivprogramme und ähnlichen Schnickschnack. Also, das Teil ist definitiv ein Arbeitsgerät für Profis, die wissen was sie damit tun. Selbstverständlich in dieser Klasse ist natürlich der sehr ausgeprägte Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz. Das hohe Gewicht der Kamera habe ich bereits angesprochen. Klar, Gewicht ist nicht nur ein Nachteil, dennoch finde ich, dass ein Metallgehäuse nicht mehr zeitgemäß ist. Ich denke es gibt hier mittlerweile leichtere und mindestens ebenso robuste Verbundmaterialien aus Kohlefaser. Dennoch für viele ist Metall immer noch das non plus Ultra. Ich beobachte diese Haltung auch bei vielen technischen Reviews: Kameras aus Kunststoff haben ein schlechtes Image. Die Wahrheit ist, Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff und Metall mit Qualität gleichzusetzen ist ein Trugschluss. Spötter sprechen von der teuersten Hantel der Welt. Schade für die D5, sie wird bei mir den Berggipfel nur sehen, wenn es eine Seilbahn gibt. Sie vermittelt einem zwar das Gefühl, dass man damit jederzeit ein paar Nägel einschlagen könnte, dafür müssen W-LAN und GPS- Empfänger extern angebracht werden und sind damit unhandlich und belasten nochmal das Budget. Zu guter Letzt noch: Endlich gibt’s die Möglichkeit 4K UHD Videos zu drehen, wenn auch nur mit 30 Bildern pro Sekunde. Dabei sei noch erwähnt, dass der Live View Autofokus für Videos im besten Fall brauchbar ist - Vergleiche erspare ich Euch. Video-Funktionen, die auch für Profis – gerade im Bereich Reportage – immer wichtiger werden, entwickelt Nikon, so mein Eindruck, nur widerwillig. Wer professionelle Videos machen möchte greift zu einer anderen Kamera! Wenn Deine Priorität auf dem Fotografieren liegt, du aber unkompliziert Videos in Top Qualität machen möchtest, brauchst Du bei Nikon eine Zweitkamera, so leid es mir tut. Ich bin deshalb sehr gespannt, was die Nikon D850 zu bieten hat. Dafür bekommst Du mit der Nikon D5 Top-Fotofunktionen ohne Kompromisse.
Das Urteil des Landgerichts Berlin vom 24.05.2018 (Az.: 52 O 101/18) bewertet die Verlinkung von gezeigten Produkten im Rahmen von Social Media Aktivitäten als unlautere geschäftliche Handlung, da sich der geschäftliche Zweck nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Dazu müsste der kommerzielle Zweck auf den ersten Blick und ohne jeden Zweifel erkennbar sein. Für das Landgericht Berlin sind die Reichweitenziele von Influencern per se ein kommerzieller Zweck. Dies gilt insbesondere dann, wenn reichweitenstarke Influencer Produkte verlinken. Darüber hinaus wird Influencern neben den Reichweitenzielen unterstellt, über diese Verlinkung in Verbindung mit der erzielten Reichweite Beschaffungsmarketing zu betreiben, also für Sponsoren und bezahlte Werbung besonders interessant zu sein. Natürlich hat das Landgericht in diesem Punkt Recht! Bloggern, YouTubern, Instagrammern usw. geht es um Reichweite und das ist ein kommerzieller Zweck. Gute Posts, Serviceangebote für Nutzer, Tags und Links zu Produkten und Herstellern sind Instrumente, um Reichweite zu erzielen und damit auch Elemente des Beschaffungsmarketings des Influencers, die das Akquirieren von Sponsoren und Auftraggebern erleichtern können. Warum jedoch macht das Landgericht einen Unterschied zwischen der analogen Welt und der digitalen Welt? Imageaufbau ist in der analogen Welt gang und gebe, ohne dass es hier eine Kennzeichnungspflicht gibt. Und natürlich sind auch hier die kommerziellen Absichten nicht für jeden auf den ersten Blick und vor allem nicht zweifelsfrei erkennbar. In vielen – vermutlich den meisten Unternehmen – sind heute die PR-Abteilungen (noch) größer als die Social Media Abteilungen. Um es mit den Worten des Landgerichts Berlins zu sagen: Den PR-Abteilungen geht es allein um geschäftliche Zwecke, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind! Wenn sich ein Triathlet im Fernsehen bei seinem Team Erdinger Alkoholfrei bedankt, oder bei Sportveranstaltungen Trikotwerbung gezeigt wird, dann weiß jedes Kind, das ist Werbung, ohne dass Sportsendungen als Werbesendungen gekennzeichnet werden müssen. Wenn Firmen sich an Spendenaktionen beteiligen, oder Sponsoring betreiben weiß jeder, wenn er darüber nachdenkt, das sind keine Altruisten und hier geht es um Reichweite, Markenstärke, Verbesserung der Wettbewerbsposition, also schlicht formuliert um Werbung. Zweifelsfrei erkennbar im Sinne der Definition des Landgerichts Berlin ist das aber in der Regel nicht. Der vernünftige Mensch weiß aber, das machen Unternehmen nicht ohne, dass sie einen Nutzen daraus ziehen. Wenn Zeitschriften Produkttest anbieten – die Produkte werden dabei in der Regel durch die Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt – dann werden dort auch Herstelleradressen genannt, Webseiten angegeben oder andere Informationen zur Marke, zu dem Produkt veröffentlicht, um dem Leser den Zugang zu weiteren Informationen zu erleichtern, ohne dass ein deutsches Gericht auf die Idee kommt, die Fachzeitschriften zu zwingen, diese Artikel als Werbung zu kennzeichnen. Dabei geht es den Verlagen um nichts anderes, als um Reichweitenstärke, denn dadurch lassen sich die Erlöse der Anzeigenwerbung steigern und Anzeigenkunden anwerben. Warum aber soll andererseits jemand annehmen, dass tägliche Instagram-Posts oder aufwendig produzierte wöchentliche YouTube-Videos einfach die natürliche Selbstausbeutung der modernen Jugend ist? Jedes Kind weiß, dass reichweitenstarke Influencer nicht nur bekannt, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Sie wissen oft noch nicht wie es funktioniert. Aber das werden sie schnell rausbekommen. Meistens schneller als ihre Lehrer und offensichtlich so mancher Richter am Landgericht. Wer das Internet versteht, der weiß, dass es solcher vom Landgericht Berlin beanstandeter Tags und Links gar nicht bedarf. Jedes Kind im Grundschulalter weiß, dass man einfach nur Begriffe wie „Nike“, „Puma“ oder „Coca Cola“ in den Google-Suchschlitz eingeben muss, um zur Herstellerwebseite zu kommen. Das werden digitale Analphabeten auch nicht verhindern, in dem Sie das Verlinken oder das Taggen untersagen. Zudem werten die Algorithmen der entsprechende Social Media Plattformen Texte sowie Video- und Bildbeschreibungen automatisch aus, um daraus Verknüpfungen zu Werbeangeboten und weiteren Produktinformationen zu generieren. Somit bleibt das agieren des Berliner Landgerichts wirkungslos und das Urteil gegen Vreni Frost ist damit sinnlos. Ich würde mir gerade bei Richtern so viel Vermögen zur Selbstreflexion wünschen, dass sie Urteile über Sachverhalte fällen, die sie vollumfänglich und in ihrer ganzen Tragweite verstehen. Dieses Urteil führt dazu, dass die im Urteil reklamierte fehlende Transparenz nun völlig verloren geht, weil aus der Not heraus Influencer einfach alles als Werbung, Werbesendung oder Dauerwerbesendung kennzeichnen. Toll gemacht VSW (Verband Sozialer Wettbewerb): Richtig was erreicht für die „Erhaltung der Funktionsfähigkeit unserer marktwirtschaftlichen Ordnung“, oder ging es dem Verband Sozialer Wettbewerb, der die Bloggerin Vreni Frost abgemahnt hatte, eigentlich ums Absahnen durch Abmahnen? Auch aus diesem Grund wäre das Berliner Landgericht gut beraten gewesen, sorgfältig und mit Sachverstand zu urteilen.

Nikon D5 Review

Werbung? Schleichwerbung bei Vreni Frost!

licht | form | farbe by markus fahs
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Firmenevent, ein 3.500 Euro Auftrag mit nur 3 Stunden „on location.“ Blitzen ist nicht erwünscht, denn nichts soll vom eigentlichen Ereignis ablenken. Der Vorsitzende der Geschäftsführung tritt ans Rednerpult. Wenn ich jetzt einen Fehler mache war‘s das mit der wichtigen Geschäftsbeziehung und zwar für immer. Ohne high ISO und einem super Autofokus würden mir solche Aufträge schlaflose Nächte bereiten. Ich schlafe gut, ich habe eine Nikon D5! Das teure Schwergewicht ist gemacht für die Sport, Reportage und Eventfotografie, sie leistet zudem in den allermeisten Aufnahmesituationen Überdurchschnittliches. Mit 153 Autofokus Messfeldern und 99 Kreuzsensoren sowie einem extrem schnellen Autofokus trägt der Fotograf nun endgültig allein die Schuld, wenn der Fokus nicht sitzt, auch bei schwierigen Bedingungen. Was leistet der Sensor? 20,8 Megapixel und gute Kantenschärfe auch bei höheren ISO Werten. Bis 6400 bleibt die Bildqualität noch sehr gut nutzbar, wenn auch mit etwas vermindertem Dynamikumfang. Diese Bilder lassen sich ohne Weiteres in der Postproduktion entrauschen und schärfen! Selbst bei ISO 12.800 bricht die Bildqualität noch nicht dramatisch ein. Ein Lightroom oder Photoshop-Künstler kann hier mit etwas Aufwand noch was retten. In der Reportage-Fotografie sind die Bilder noch brauchbar und selbst Bilder mit deutlich höheren ISO-Werten sind natürlich immer noch besser als nichts. Trotzdem frage ich mich, warum müssen wir Fotografen für solche ISO-Werte ein so hohes Gewicht schleppen… Denn auch die D750 macht selbst bei ISO 25.600 noch ähnlich passable Bilder. Die Nikon D5 schießt 12 Bilder bei kontinuierlichem AF, der Spiegel klappt dabei wieder runter und man kann im Sucher die Bilder verfolgen – mit dieser Serienbildgeschwindigkeit entgeht Dir nichts. Bei 14 Bilder wird der Spiegel hochgeklappt, der Fokus gespeichert und der Fotograf ist quasi blind. HDR-Belichtungsreihen lassen sich selbst bei 12 Bildern pro Sekunde problemlos aus Hand schießen. Dank XQD-Speicherkarten schießt die D5 ca. 190 RAW-Bilder in Folge mit 12 Bildern pro Sekunde. Neben hohen Transferraten, die aber oft auch schon von SD-Karten erreicht werden, ist der Vorteil der XQD-Karten das Metallgehäuse sowie die geschützten Kontakte und die Nutzung des PCI- Express-Bus. Zurück zum Sensor. Seine Vorteile kann der Sensor nicht immer ausspielen: Er hat hohe Dynamic-Range, gute Kantenschärfe im hohen und mittleren Helligkeitsbereich, aber starkes rauschen bei angehobener starker Unterbelichtung. Das können andere Sensoren deutlich besser. Mit rund 21 Megapixeln kommt die Kamera nicht nur für die Reportage-Fotografie in Frage. Bei 20,8 Megapixel hat ein Bild mit einer langen Seite von 90 cm immer noch rund 150 dpi. Das ist für die meisten Aufträge mehr als ausreichend. Für den Profi oftmals am wichtigsten ist die Bedienung und die Ausstattung: Eingebauter Kameragriff mit voller Hochformat-Usability, also die zentralen Bedienelemente sind doppelt angebracht. 3,2 Zoll großes Display mit Touch und einer Auflösung von 2,3 Millionen Bildpunkten USB 3.0 und LAN. Lange Akkulaufzeit wegen effektiver Energiesparfunktionen und einem 27-Wh-Akku. Lediglich der Live-View-Modus frisst ordentlich Energie. Die Ladestation nimmt sogar zwei Akkus auf, die sich parallel laden lassen. Das ist perfekt, allerdings ist das Ladegerät entsprechend groß und belastet das Reisegepäck. Toller Sucher mit eigenem Okularverschluss, um störendes Streulicht bei Arbeit mit Stativ zu vermeiden. Endlich nicht mehr nach der Abdeckung suchen. Funktionsknöpfe lassen sich über etliche bei Dunkelheit beleuchtete Buttons und Funktionsschalter direkt ansteuern. Hinzu kommen 3 eigentlich 4 individuell belegbare Funktionsknöpfe, denn die Abblendtaste lässt sich ebenfalls individuell belegen. Zwei Status-Displays sind nützlich, weil sie dem Fotografen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen. Bei einer hohen Kameraposition auf dem Stativ muss man trotzdem auf die Leiter, um die wichtigen Infos auf dem oberen Display abzulesen, wenn man dazu nicht den Sucher nutzen möchte oder kann. WLAN kann die D5 allerdings angesichts des alle Funkwellen abschirmenden Metallgehäuses nur mit optionalem Zubehör. Auch fehlt ein eingebauter Blitz. Nein, falsch hier kannst Du einfach ISO hochziehen und bekommst definitiv bessere Bilder als mit eingebautem Blitzen. Wer von der D4 oder der D800/810 kommt muss sich umstellen, denn die ISO-Taste ist nun nach oben neben den Auslöser gewandert und die Mode Taste findet Ihr nun auf der Kameraoberseite links vom Sucher. Dort lassen sich die Belichtungsfunktionen, Bracketing sowie die Belichtungsmessmethode über eigene Funktionstasten einstellen. Insgesamt wurde das Bedienkonzept deutlich verbessert. Die mit dem Zeigefinger zu bedienende ISO-Taste in Kombination mit dem Einstellrad für den Daumen erleichtert die Einstellung erheblich! Insgesamt solltet Ihr die Einarbeitungszeit nicht unterschätzen. Ich empfehle einige TFP-Shootings mit der Kamera zu absolvieren, denn schnell fühlt man sich angesichts des Funktionsumfangs verloren. Extrem vielfältig sind die vielen Individualfunktionen. Es überrascht nicht, die D5 verzichtet als Profikamera auf eine Vollautomatik und natürlich auch auf Motivprogramme und ähnlichen Schnickschnack. Also, das Teil ist definitiv ein Arbeitsgerät für Profis, die wissen was sie damit tun. Selbstverständlich in dieser Klasse ist natürlich der sehr ausgeprägte Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz. Das hohe Gewicht der Kamera habe ich bereits angesprochen. Klar, Gewicht ist nicht nur ein Nachteil, dennoch finde ich, dass ein Metallgehäuse nicht mehr zeitgemäß ist. Ich denke es gibt hier mittlerweile leichtere und mindestens ebenso robuste Verbundmaterialien aus Kohlefaser. Dennoch für viele ist Metall immer noch das non plus Ultra. Ich beobachte diese Haltung auch bei vielen technischen Reviews: Kameras aus Kunststoff haben ein schlechtes Image. Die Wahrheit ist, Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff und Metall mit Qualität gleichzusetzen ist ein Trugschluss. Spötter sprechen von der teuersten Hantel der Welt. Schade für die D5, sie wird bei mir den Berggipfel nur sehen, wenn es eine Seilbahn gibt. Sie vermittelt einem zwar das Gefühl, dass man damit jederzeit ein paar Nägel einschlagen könnte, dafür müssen W-LAN und GPS-Empfänger extern angebracht werden und sind damit unhandlich und belasten nochmal das Budget. Zu guter Letzt noch: Endlich gibt’s die Möglichkeit 4K UHD Videos zu drehen, wenn auch nur mit 30 Bildern pro Sekunde. Dabei sei noch erwähnt, dass der Live View Autofokus für Videos im besten Fall brauchbar ist - Vergleiche erspare ich Euch. Video-Funktionen, die auch für Profis – gerade im Bereich Reportage – immer wichtiger werden, entwickelt Nikon, so mein Eindruck, nur widerwillig. Wer professionelle Videos machen möchte greift zu einer anderen Kamera! Wenn Deine Priorität auf dem Fotografieren liegt, du aber unkompliziert Videos in Top Qualität machen möchtest, brauchst Du bei Nikon eine Zweitkamera, so leid es mir tut. Ich bin deshalb sehr gespannt, was die Nikon D850 zu bieten hat. Dafür bekommst Du mit der Nikon D5 Top-Fotofunktionen ohne Kompromisse.
Das Urteil des Landgerichts Berlin vom 24.05.2018 (Az.: 52 O 101/18) bewertet die Verlinkung von gezeigten Produkten im Rahmen von Social Media Aktivitäten als unlautere geschäftliche Handlung, da sich der geschäftliche Zweck nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Dazu müsste der kommerzielle Zweck auf den ersten Blick und ohne jeden Zweifel erkennbar sein. Für das Landgericht Berlin sind die Reichweitenziele von Influencern per se ein kommerzieller Zweck. Dies gilt insbesondere dann, wenn reichweitenstarke Influencer Produkte verlinken. Darüber hinaus wird Influencern neben den Reichweitenzielen unterstellt, über diese Verlinkung in Verbindung mit der erzielten Reichweite Beschaffungsmarketing zu betreiben, also für Sponsoren und bezahlte Werbung besonders interessant zu sein. Natürlich hat das Landgericht in diesem Punkt Recht! Bloggern, YouTubern, Instagrammern usw. geht es um Reichweite und das ist ein kommerzieller Zweck. Gute Posts, Serviceangebote für Nutzer, Tags und Links zu Produkten und Herstellern sind Instrumente, um Reichweite zu erzielen und damit auch Elemente des Beschaffungsmarketings des Influencers, die das Akquirieren von Sponsoren und Auftraggebern erleichtern können. Warum jedoch macht das Landgericht einen Unterschied zwischen der analogen Welt und der digitalen Welt? Imageaufbau ist in der analogen Welt gang und gebe, ohne dass es hier eine Kennzeichnungspflicht gibt. Und natürlich sind auch hier die kommerziellen Absichten nicht für jeden auf den ersten Blick und vor allem nicht zweifelsfrei erkennbar. In vielen – vermutlich den meisten Unternehmen – sind heute die PR-Abteilungen (noch) größer als die Social Media Abteilungen. Um es mit den Worten des Landgerichts Berlins zu sagen: Den PR-Abteilungen geht es allein um geschäftliche Zwecke, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind! Wenn sich ein Triathlet im Fernsehen bei seinem Team Erdinger Alkoholfrei bedankt, oder bei Sportveranstaltungen Trikotwerbung gezeigt wird, dann weiß jedes Kind, das ist Werbung, ohne dass Sportsendungen als Werbesendungen gekennzeichnet werden müssen. Wenn Firmen sich an Spendenaktionen beteiligen, oder Sponsoring betreiben weiß jeder, wenn er darüber nachdenkt, das sind keine Altruisten und hier geht es um Reichweite, Markenstärke, Verbesserung der Wettbewerbsposition, also schlicht formuliert um Werbung. Zweifelsfrei erkennbar im Sinne der Definition des Landgerichts Berlin ist das aber in der Regel nicht. Der vernünftige Mensch weiß aber, das machen Unternehmen nicht ohne, dass sie einen Nutzen daraus ziehen. Wenn Zeitschriften Produkttest anbieten – die Produkte werden dabei in der Regel durch die Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt – dann werden dort auch Herstelleradressen genannt, Webseiten angegeben oder andere Informationen zur Marke, zu dem Produkt veröffentlicht, um dem Leser den Zugang zu weiteren Informationen zu erleichtern, ohne dass ein deutsches Gericht auf die Idee kommt, die Fachzeitschriften zu zwingen, diese Artikel als Werbung zu kennzeichnen. Dabei geht es den Verlagen um nichts anderes, als um Reichweitenstärke, denn dadurch lassen sich die Erlöse der Anzeigenwerbung steigern und Anzeigenkunden anwerben. Warum aber soll andererseits jemand annehmen, dass tägliche Instagram-Posts oder aufwendig produzierte wöchentliche YouTube-Videos einfach die natürliche Selbstausbeutung der modernen Jugend ist? Jedes Kind weiß, dass reichweitenstarke Influencer nicht nur bekannt, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Sie wissen oft noch nicht wie es funktioniert. Aber das werden sie schnell rausbekommen. Meistens schneller als ihre Lehrer und offensichtlich so mancher Richter am Landgericht. Wer das Internet versteht, der weiß, dass es solcher vom Landgericht Berlin beanstandeter Tags und Links gar nicht bedarf. Jedes Kind im Grundschulalter weiß, dass man einfach nur Begriffe wie „Nike“, „Puma“ oder „Coca Cola“ in den Google-Suchschlitz eingeben muss, um zur Herstellerwebseite zu kommen. Das werden digitale Analphabeten auch nicht verhindern, in dem Sie das Verlinken oder das Taggen untersagen. Zudem werten die Algorithmen der entsprechende Social Media Plattformen Texte sowie Video- und Bildbeschreibungen automatisch aus, um daraus Verknüpfungen zu Werbeangeboten und weiteren Produktinformationen zu generieren. Somit bleibt das agieren des Berliner Landgerichts wirkungslos und das Urteil gegen Vreni Frost ist damit sinnlos. Ich würde mir gerade bei Richtern so viel Vermögen zur Selbstreflexion wünschen, dass sie Urteile über Sachverhalte fällen, die sie vollumfänglich und in ihrer ganzen Tragweite verstehen. Dieses Urteil führt dazu, dass die im Urteil reklamierte fehlende Transparenz nun völlig verloren geht, weil aus der Not heraus Influencer einfach alles als Werbung, Werbesendung oder Dauerwerbesendung kennzeichnen. Toll gemacht VSW (Verband Sozialer Wettbewerb): Richtig was erreicht für die „Erhaltung der Funktionsfähigkeit unserer marktwirtschaftlichen Ordnung“, oder ging es dem Verband Sozialer Wettbewerb, der die Bloggerin Vreni Frost abgemahnt hatte, eigentlich ums Absahnen durch Abmahnen? Auch aus diesem Grund wäre das Berliner Landgericht gut beraten gewesen, sorgfältig und mit Sachverstand zu urteilen.

Nikon D5 Review

Werbung? Schleichwerbung bei Vreni Frost!
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licht | form | farbe by markus fahs
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